Die Agenda 2030 - Chance, Risiko oder Kopf in den Sand?

Die Agenda 2030 - Chance, Risiko oder Kopf in den Sand?

Gleich vorweg: Agenda 2030 ist die unmittelbare Zukunft. Um es deutlicher zu formulieren: JETZT.

Es geht um drastische Veränderungen und konsequente Umsetzung von klar definierten Zielen mit dem Oberbegriff : Nachhaltige Entwicklungsziele.

Ganze 17 Ziele (SDGs – Sustainable Development Goals) verabschiedeten die Vereinten Nationen bei einer Generalversammlung im Jahr 2015.

Die Kernbotschaften dieses, auf den ersten Blick, schwammigen 17-Ziele-Konzepts lauten: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft. Gleichermassen ausdrucksvolle, beruhigende aber auch gewichtige Begriffe, die einem logisch und aufschlussreich erscheinen, ohne dabei den schlummernden Skeptiker in jedem Kopf zu wecken.

Veränderung ist gut, denn Veränderung bedeutet Fortschritt. Veränderung heißt aber auch Umstellung, Anpassung, Risiko und vor Allem eins: Ungewissheit. Ungewissheit und Hoffnung basieren auf dem selben Prinzip: dem Mangel an Informationen.

Unternehmerisch betrachtet gelten Umstellung, Anpassung, Risiko, Ungewissheit oftmals als Business-Killer. Denn: Umstellung bedeutet Chaos, Anpassung bedeutet Kompromiss-Lösungen.  Risiko bleibt Risiko, aber Ungewissheit sucht sich oft die „Hoffnung“. - ...und Hoffnung basiert auf dem Prinzip fehlender Informationen.

Das mag erstmal sehr übermütig klingen, trifft aber den Nagel der Realität ziemlich genau auf den Kopf, denn die Agenda 2030 ist genau DAS: Eine massive, verwirrende und umfangreiche Wucht von Veränderung, die mit ihren insgesamt rund 170 Unterzielen dafür sorgt, dass jedes noch so stark aufgestellte Unternehmen schnell an seine Grenzen stoßen wird.

Was bedeutet das denn nun konkret? Zusammengefasst kann man wohl sagen, dass das Sprichwort: "never change a running system" mit Verabschiedung der Agenda 2030 langsam an Bedeutung verlieren wird - denn neue Ziele, lassen sich auch übersetzen in "neue Richtlinien, neue Vorgaben, neue Gesetze und härtere Konsequenzen"

Z.B. SDG 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion) wird mehr als nur eine Herausforderung für den jetzigen Industrie-Standard und Standort sein, denn produzierende Unternehmen werden verpflichtet, verantwortungsvoll mit natürlichen Ressourcen umzugehen. Dazu zählen beispielsweise die Reduzierung von Produktionsabfällen, ein geringerer Plastikverbrauch sowie ein umweltverträglicher Umgang mit Chemikalien.

Diese sollen dafür sorgen, dass z. B gefährliche Chemikalien, die in Haushaltsreinigern, WC-Reinigern uvm. enthalten sind, nicht mehr wie bislang ohne jegliche Konsequenz ins normale Abwasser abgeführt werden können.

Besonders im Bereich der Gebäudereinigungsbranche und in der Reinigungsmittel-Industrie wird genau diese Thematik bislang noch unterschätzt und teilweise belächelt. Dort wird immer noch kräftig jeden Tag mit (petro)-chemischen, giftigen, gefährlichen und krebserregenden Reinigern wissentlich der eigene Lebensraum (Flora und Fauna) erheblich geschädigt, das Abwasser belastet und die Abwasserreinigung in vielen Fällen unmöglich gemacht. Warum? Weil es letztendlich nur um mehr oder gleichbleibenden Profit geht! Alternativen sind vorhanden, aber viele agieren weiterhin nach dem Motto:...never change a running system...

Diese Vorgehensweise wird zukünftig kein nachhaltiges Geschäftsmodell mehr ermöglichen, daher werden u.a. die Agenda 2030 als auch das Lieferkettengesetz immer größere Bedeutung finden. Um das zu erreichen, wird die nachhaltige „Revolution“ begleitet von einer Reihe an aktualisierten Verordnungen und Gesetzen. Die Finanzbranche wird zukünftig immer stärker diese SDGs in den Fokus nehmen, kurz: Schlechtes SDG-Management = schlechtere Kreditkonditionen = geringere Finanzierungskapazitäten für Unternehmen = Abschied von bisherigen Geschäftsmodellen.

Spoiler: Haben Sie auch schon eine Einladung Ihres Finanzinstitutes zum Thema Agenda 2030, oder Agenda 2030/Kreditrating, erhalten? Tja – folge dem Geld...  

Wird das alles sofort passieren? Nein, natürlich nicht. Allerdings haben die Jahre der Umstellung bereits begonnen und: „Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit“

Was bedeutet es jetzt für die Gebäudereinigungs-Branche und die Reinigungsmittel-Industrie?  Bisherige „traditionelle“ Geschäftsmodelle werden nicht mehr zukunftsfähig sein, denn die Transformation hat bereits begonnen!

Praxisbeispiel: Wir setzen bereits in einem Großteil unserer Objekte ausschließlich Reinigungsmittel ein, welche:

  • ohne Duft- und Farbstoffe sind,

  • ohne petrochemische Bestandteile (langkettige Kohlenstoffverbindungen)

  • Rohstoffe aus Deutschland und Frankreich (kurze Lieferwege, keine Lieferengpässe)

  • die Anzahl der Hauterkrankungen (leider typisch für Reinigungskräfte) auf Null reduziert hat

  • die Anzahl der Atemwegserkrankungen unserer Mitarbeitenden erheblich reduziert hat (keine giftigen Aerosole, welche zu Langzeitschäden führen inkl. Ablagerungen in div. Organenen)

  • dadurch weniger krankheitsbedingte Ausfallzeiten der Mitarbeitenden

  • Abwasserbelastung reduziert und kosten Ersparnis für unsere Kunden generiert CSB-Wert <100 (Gerade bei Fettabscheidern und der Lebensmittelproduktion ein Thema)

Also, bleibt sauber und nachhaltig...

...und bis bald.

Euer Philipp

 

 

 #cleaneroo #clean-professional #sustainable #agenda2030 #lieferkettengesetz

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